Kaninchenkrankheiten
Mangelerscheinungen
Unsere Wackelnasen haben, um gesund und stark zu bleiben, einen bestimmten Bedarf an Vitaminen und Mineralien, genauso wie wir Menschen und genau wir müssen darauf achten, das dieser Bedarf immer gedeckt ist. Wichtig ist daher eine gesunde Ernährung, kaninchengerecht und abwechslungsreich soll diese sein. Extra Vitaminpräparate sind dann nicht erforderlich.
Hier eine Liste mit Vitaminen, die so gebraucht, wozu diese wichtig sind und welche vom Körper selbst produziert werden:
Vitamin B-Komplex
Wichtig für die Darmflora, ein Mangel kann Verdauungsstörungen verursachen.
Vitamin C
Wichtig für das Immunsystem. Es wird bei gesunden Kaninchen selbst im Blinddarm produziert und durch das Fressen des Blinddarmkots vom Körper aufgenommen.
Vitamin D
Ist ein Baustein für Knochenmasse und wird ebenfalls vom Körper, genauer gesagt in der Haut, selbst hergestellt und zwar wenn ultraviolette Strahlen auf diese treffen. Es ist ebenfalls in getrocknetem Heu enthalten.
VitaminE
Ist ein wichtiges Vitamin, was die Fruchtbarkeit fördert. Ein Mangel an Vitamin E kann bei Rammlern zu einer geminderten Samenproduktion und bei Häsinnen eine Eierstockfunktionsstörung hervorrufen.
Fakt ist, ein straker Mangel an diesen Vitaminen, kann Leistungsabfall hervorrufen, bis hin zum Abbau von Körper- und Herzmuskeln.
Kokzidiose
Ist eine Darmerkrankung ( Durchfall oder auch Verstopfung)) die mitunter durch falsche Ernährung ausgelöst wird und sich, durch Vermehrung von Kokzidien (Sporentierchen) seuhenartig ausbreiten kann, wenn keine Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, wie erhöhte Hygiene. Der Käfig oder Stall muss regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden. Kokzidiose ist behandelbar.
RHD ( auch Chinaseuche)
Ist eine gefährliche Virus-Erkrankund, welches Haus- und Wildkaninchen befallen kann. Es wird durch Parasiten (Blutsaugende Insekten, Milben...) aber auch durchTröpfchen übertragen (Tröpfcheninfektion). Die Viren werden von Tier zu Tier, aber auch von Mensch zu Tier übertragen.
Es gibt verschiedene Krankheitsverläufe, Fressunlust, Teilnahmslosigkeit bishin zu allgemeinen Störungen des Wohlbefindens.
Krankenverlauf 1:
Die akute Form
Nach 2-4 Tagen ist eine Unruhe, Benommenheit, eine Atemnot oder auch Flankenatmung auffällig, gefolgt meistens durch Fressunlust und blutigem Durchfall. Die Tiere erleiden letzten Endes einen Erstickungstod.
Krankenverlauf 2:
Bei der zweiten Form sind meisten keine Anzeichen einer Erkrankung erkennbar, der Tod tritt sehr plötzlich durch Atemnotkrämpfe und Ersticken ein.
Krankenverlauf 3:
Die Tiere leiden an Durchfall und Unwohlsein, erholen sich nach ein paar Tagen doch wieder.
Gegen RHD kann erfolgreich geimpft werden, nur muss die Impfung jedes Jahr erfolgen.